Wer eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, lässt sich in aller Regel bei verschiedenen Banken oder Sparkassen einen Immobilienkredit berechnen. Für die Berechnung benötigt der Kreditberater die genauen Kosten für das Objekt, bei Gebrauchtimmobilien eventuell noch die Kosten für eine Renovierung oder Modernisierung, die zur Verfügung stehenden Eigenmittel und die gegebenenfalls zu erbringende Eigenleistung. Um die Zinssätze zu ermitteln, berechnet er den Beleihungswert der Immobilie und erfragt beim Kunden die gewünschte Zinsbindung. Mit diesen Angaben kann er dem Finanzierungskunden ein Angebot erstellen, aus dem der Kreditnehmer die monatlich zu zahlende Rate entnehmen kann und das mindestens ein Prozent Tilgung enthalten muss. Aus dem Zusammenspiel von Darlehnssumme, Zinsbindung und Tilgung kann außerdem die Restschuld bei Zinsauslauf ermittelt werden. Das Angebot sollte weiterhin alle mit der Kreditaufnahme verbundenen Kosten und Gebühren sowie Sondertilgungsmöglichkeiten enthalten.
Hat sich der Kunde einige Angebote bei den Kreditinstituten eingeholt, sollte er versuchen, diese Angebote miteinander zu vergleichen. Aus dem in den Angeboten genannten Effektivzinssatz kann er die Gesamtkosten in Prozent für das Darlehen ersehen. Außerdem sollte er sich auch um die Restschuld nach der Zinsbindungszeit kümmern und sich den Gesamtzinsbetrag während der Laufzeit vor Augen führen. Eine Planung, wie es nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindung mit der Finanzierung weitergeht, gehört in jedes gute und ausführliche Finanzierungsangebot.

27. Juni 2011
Thomas
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